Fertigungsmeister
Funktion und organisatorische Einordnung
Der Fertigungsmeister führt einen abgegrenzten Fertigungsbereich im Tagesgeschäft und verbindet Produktionsplanung mit der tatsächlichen Ausführung auf der Fläche. Er steuert Personal, Arbeitsplätze, Maschinenbelegung, Schichtablauf und kurzfristige Prioritäten innerhalb seines Bereichs. In vielen Industriebetrieben bildet er die wichtigste operative Schnittstelle zwischen Produktionsleitung, Beschäftigten, Instandhaltung und Facility Management. Er erkennt unmittelbar, wenn technische Gebäudeausrüstung, Medienversorgung, Hallenzustand, Reinigung, Tore, Verkehrswege oder andere Unterstützungsleistungen die Fertigung beeinträchtigen. Seine Aufgabe ist nicht, diese Leistungen selbst fachlich zu übernehmen, sondern Anforderungen, Störungen und Betriebszustände eindeutig zu melden, Maßnahmen mit der Fertigung zu koordinieren und die Produktionsseite bei Arbeitsfreigaben und Wiederanläufen zu vertreten. Der Fertigungsmeister kann je nach Branche und Organisation auch als Meister Fertigung, Produktionsmeister oder Bereichsmeister bezeichnet sein. Die Funktion ist von der reinen Schichtkoordination zu unterscheiden, wenn sie dauerhaft fachliche und personelle Verantwortung für einen Fertigungsbereich trägt.
