Fabrikplaner
Funktion und organisatorische Einordnung
Der Fabrikplaner entwickelt und verändert Fabriken als integriertes System aus Fertigungsprozessen, Maschinen, Flächen, Materialflüssen, Personal, Gebäuden und technischer Infrastruktur. Er arbeitet typischerweise bei Neubauten, Erweiterungen, Umstrukturierungen, Verlagerungen und Kapazitätsänderungen. Seine Aufgabe geht über die Aufstellung einzelner Maschinen hinaus: Er muss erkennen, wie Produktionsstruktur, Hallenraster, Verkehrswege, Medienversorgung, Instandhaltungszugänge, Sicherheitsabstände, Logistikflächen und Erweiterungsreserven zusammenwirken. Damit ist der Fabrikplaner eine zentrale Schnittstelle zwischen Produktion, Facility Management, Bauplanung und technischer Ausrüstung. Er ist nicht mit dem Architekten oder einzelnen Fachplaner gleichzusetzen. Vielmehr bündelt er die produktionsseitigen Systemanforderungen und sorgt dafür, dass Gebäude und technische Infrastruktur die geplante Fabrik funktional unterstützen. Die Funktion ist in Industrieunternehmen, Ingenieurbüros und spezialisierten Planungsunternehmen etabliert.
