Funktion einer Timeline zur Fertigung bei Standortverlagerungen Eine Timeline zur Fertigung im Kontext einer Standortverlagerung dient der strukturierten Planung aller Schritte von Rückbau, Transport, Wiederaufbau bis zur Wiederanlaufphase produktionsrelevanter Anlagen. Sie koordiniert technische Abnahmen, Schnittstellen zu Medien und IT, Personalverfügbarkeit sowie Validierungen und gewährleistet einen unterbrechungsfreien, termingerechten und qualitätsgesicherten Produktionsstart am neuen Standort.
Standortverlagerungen: Fertigung Phase 1: Strategische Produktionsplanung und Standortabgleich (Q3/2025 – Q4/2026) -Analyse der bestehenden Fertigungsprozesse und Kapazitäten
-Standortabgleich: Layoutplanung, Flächenbedarfe, Medienanforderungen
-Definition der Produktionsziele und technologischen Anforderungen am Zielstandort
-Grobplanung der Umzugslogistik, Stillstandzeiten und Wiederanlaufstrategie
-Abstimmung mit Produktions-, Instandhaltungs- und Planungsabteilungen
-Erstellung eines übergreifenden Maßnahmenplans für Fertigung, Medien und FM-Schnittstellen
Phase 2: Detailplanung und technische Vorbereitung (Q1–Q4/2026) -Erstellung von Maschinenumzugslisten und Versetzungsreihenfolgen
-Detailplanung der Fertigungslogistik (inkl. Zwischenlagerung und Materialflüsse)
-Klärung aller Schnittstellen: Strom, Druckluft, IT, Produktionsleitsysteme
-Abstimmung mit Behörden (z. B. Maschinenabnahmen, Genehmigungen)
-Auswahl und Beauftragung von Umzugsdienstleistern und Montagefirmen
Phase 3: Demontage, Transport und Montage (Q1/2027 – Q1/2028) -Schrittweise Demontage nicht mehr benötigter Anlagen am Altstandort
-Koordinierter Transport inkl. Verpackung, Kennzeichnung und Sicherheitslogistik
-Aufbau und Montage am neuen Standort gemäß Versetzungsplan
-Medienanschluss, Verkabelung, erste Funktionsprüfungen
Phase 4: Inbetriebnahme und Anlaufmanagement (Q1/2027, fortlaufend) -Elektrische und sicherheitstechnische Abnahmen aller Anlagen (z. B. VDE-Prüfungen)
-Testläufe und Parametrierung (je nach Anlagenart: Kalt-/Warminbetriebnahme)
-Einfahren der Prozesse und Optimierung der Abläufe (Ramp-Up)
-Schulung der Mitarbeitenden an neuer Technik / neuen Abläufen
Phase 5: Übergang in den vollständigen Regelbetrieb und Lessons Learned (Q2/2028) Übernahme in den vollständigen Produktionsbetrieb mit stabilen Taktzeiten
Monitoring der Produktivität, Qualitätskennzahlen und Auslastung
Abschlussbesprechung zur Verlagerung, Auswertung Lessons Learned
Dokumentation und Übergabe an Linienorganisation / Fertigungssteuerung