Betriebsmanagement Technische Wartung
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Ausschreibung: Technisches Betriebsmanagement und Wartung für die Fertigung
Betreiben Industrie- und Großunternehmen hochkomplexe Produktionsumgebungen, in denen technische Baumaschinen (TGA) und produktionsbezogene Versorgungsunternehmen – wie HLK, Kühlung, Druckluft, Prozesswasser, Energie und Sicherheitstechnologie – direkt in die Fertigungsprozesse eingreifen. Die Schnittstelle zwischen Facility Management (FM) und Produktion ist daher nicht nur ein organisatorischer Übergabepunkt, sondern auch ein technisch-funktionaler Kopplungsbereich, der Produktqualität, Anlagensicherheit, Verfügbarkeit und Energieeffizienz gleichermaßen bestimmt. Reinräume, Leitungsmedien und mediengelieferte Peripheriegeräte illustrieren diese Kopplung beispielhaft: Prozessstabilität hängt hier direkt von Raumklimaparametern, Medienqualitäten und Redundanzkonzepten ab.
Gleichzeitig nimmt der Druck durch Regulierung, Audits und Digitalisierung zu: Betreiberpflichten nach Arbeitsschutzgesetzen, IT/OT-Sicherheitsanforderungen, Energie- und Umweltstandards sowie branchenspezifische Standards müssen über den gesamten Lebenszyklus von Vermögenswerten überprüft werden. Gleichzeitig erwartet die Produktion messbare und kontrollierbare Servicequalität (SLA/KPI), minimale Ausfallzeiten und präventive-prädiktive Wartung. Alles in allem ist das Ergebnis ein mehrschichtiges Zielsystem, das ohne klare Rollen, resiliente Prozesse, integrierte Datenflüsse und eine prüfbare Servicebeschreibung nicht gesteuert werden kann.
Ausschreibung von Fertigungs‑Leistungen im FM
- Bedeutung für die Industrie
- Problem
- Arbeitserklärung
- Grundlagen
- Lebenszyklusorientierung
- Dienstleistungen
- Versorgungsunternehmen
- Systemgrenzen
- Verfügbarkeitsziele
- Leistungsumfang
- Technisches Betriebsmanagement
- Betreiberpflichten
- Wartungsstrategie
- Service Level Agreements
- Spezifikationslogik
- Servicebeschreibung
- Umfang
- Vergabekriterien
- Zusammenfassung
Bedeutung für die Industrie und große Unternehmen
Für Betreiber mit großen Anlagenparks, Mehrstandortstrukturen oder kritischen Produktionsprozessen sind FM-Fertigungsschnittstellen geschäftskritisch. Die Auswirkungen unklarer Verantwortlichkeiten oder unvollständiger Wartung reichen von Qualitätsschwankungen und Produktionsverlusten bis hin zu Haftungsrisiken und Nichtkonformitäten bei der Prüfung.
Angesichts globaler Lieferketten, engen Zykluszeiten und hoher Automatisierungsgrade wird das technische Betriebsmanagement zunehmend zu einem Hebel für:
Verfügbarkeit und OEE: Minimierung ungeplanter Ausfälle, vorhersehbare Servicefenster, reduzierte MTTR.
Compliance und Prüfbarkeit: Prüfungssichere Nachweise, standardkonforme Tests, vollständige Dokumentation.
Kosten und Energieeffizienz: Zustandsbasierte Wartung, gezielter Ressourceneinsatz, ISO 50001-konformes Energiemanagement.
Resilienz: Redundanzkonzepte (N, N+1, 2N), geübte Switching-Prozesse, robuste Eskalationsketten.
Datengetriebene Kontrolle: Messbare SLAs/KPIs, integrierte GLT/SCADA/CMMS/MES-Landschaft, verständliche Entscheidungen.
In der Praxis bestehen oft folgende Defizite an der Schnittstelle zwischen FM und Produktion:
Unklare Abgrenzung zwischen Betreiberpflichten, technischem Management und Wartung; Mangel an RACI-Transparenz.
aktivitätsorientiertes statt leistungsorientiertes Kaufen; unzureichende SLA/KPI-Logik mit schwacher Messmethodik.
Insulare Systemlandschaften (GLT/BMS, SCADA/DCS, CMMS, MES), fehlende Datenmodelle und Zeitsynchronisation; Begrenzte Rückverfolgbarkeit.
Test- und Dokumentationsprozesse, die in Bezug auf Standards und rechtliche Anforderungen unsicher sind; Unvollständige Prüfspuren.
Unzureichende Bewertung von Kritikalität und Redundanz; reaktive statt präventive-prädiktive Erhaltung.
Schlechte Eskalations- und Genehmigungsprozesse (LOTO, Permit-to-Work, MOC) von produktionskritischen Anlagen.
Ziel und Vorteile einer prüfbaren Arbeitserklärung
Ziel dieser Dissertation ist es, einen konsistenten, auditierbaren Referenzrahmen für technisches Management und Wartung an der FM–Produktionsschnittstelle zu entwickeln.
Der Kern ist eine leistungs- und leistungsbasierte Servicebeschreibung, die Rollen, Prozesse, Testlogik, Daten und Verifikation sowie SLA/KPI-Systeme so definiert, dass:
Die Verpflichtungen des Betreibers sind erfüllt und zweifelsfrei bewiesen,
Verfügbarkeit und Qualitätsanforderungen der Produktion sind messbar gesichert,
Effizienzpotenziale werden durch Prävention, vorausschauende Wartung und Energiemanagement genutzt,
Lieferantenmanagement und Vergabeprozessesind objektivierbar und auditsicher,
System- und Prozessschnittstellen können standardisiert und sicher integriert werden.
Unterscheidung: Betriebsführung versus Wartung
Das operative Management umfasst fortlaufende Steuerung und Überwachung, die Sicherstellung von Betriebszuständen (Stellwerte, Alarme, Umschaltungen), die Koordination mit der Produktion sowie das Management von Fehlern und Eskalationen.
Die Wartung konzentriert sich auf die Planung und Durchführung von Inspektionen, Wartungen und Reparaturen, einschließlich Ersatzteilmanagement, Kalibrierungen und Verbesserungen.
Schnitt- und Wechselwirkung: Betriebsdatenfeeds liefern Condition/Predictive Wartung; Wartungsfenster und Genehmigungsprozesse werden vom operativen Management geplant. Eine klare RACI-Zuweisung und eine dokumentierte Verantwortungsübertragung sind unerlässlich.
Lebenszyklusorientierung als Grundprinzip
Phasenmodell: Konzept/Planung: Herleitung von Betriebs- und Qualitätsanforderungen (URS), Spezifikation von Medien-/Raumparametern, Redundanz und Messpunkte.
Realisierung/Inbetriebnahme: Funktions- und Leistungsverifikationen (FAT/SAT), As-Built-Dokumentation, digitales Asset-System (RDS/EN 81346), erste Testpläne.
Betrieb/Wartung: Überwachung (Überwachung, Alarme), präventive und prädiktive Maßnahmen, Energiemanagement, periodische Requalifizierung (z. B. Reinräume).
Änderung/Optimierung: MOC, Nachrüstung/Digitalisierung, RCM-Updates, Effizienzprojekte.
Außerdienststellung: Sichere Außerdienststellung, Entsorgung, Datenarchivierung, Lektionen gewonnen.
Ziel und Umfang
Dieser Abschnitt spezifiziert den technischen Anwendungsbereich des Betriebsmanagements und der Wartung von Gebäudedienstleistungen/Versorgungseinrichtungen sowie produktionsbezogenen Peripheriegeräten. Es definiert Systemgrenzen, Dienstinhalte und die Kategorisierung kritischer Vermögenswerte, einschließlich Verfügbarkeitsziele und Redundanzklassen. Der Fokus liegt auf Industrieumgebungen mit kontinuierlicher oder hoher Geschwindigkeitsproduktion, in denen Versorgungs- und Raumparameter direkt für die Produktqualität relevant sind.
Stromversorgung (MS/NS, UPS, Notstrom)
Mittel-/Niederspannungsschaltanlagen, Transformatoren, NSHV, Unterverteilungstafeln.
USV-Systeme (zentral/dezentral, Batterie/Schwungrad), Notstromsysteme (Diesel/Gas), Netzwerk-Umschalter (ATS/STS).
Leistungsumfang: Betriebsmanagement (Schalt- und Schaltprozesse), Tests/Tests, Zustandsüberwachung, Batteriemanagement, Lasttests.
HLK/Klimaanlage & Belüftung
HLK-Systeme, AHUs, Filterstufen, Wärmerückgewinnung, Heizzentren.
Leistungsumfang: Parameterregelung (Temperatur/Luftfeuchtigkeit/Druck), Filter- und Hygienemanagement, VDI-konforme Wartung, Differenzdruckkaskaden.
Kühl-/Kühlwasser
Kühler, kostenlose Kühler, Kühltürme (VDI 2047-2/42). BImSchV), Kalt-/Kühlwasserverteilungssysteme (CHW/CTW).
Leistungsumfang: saisonale Betriebsmodi, Wasserqualität (Korrosions-/Biologiemanagement), Leck- und Effizienztests.
Druckluft/Vakuum
Kompressoren, Trockner, Filter, Akkumulatoren, Vakuumpumpen.
Leistungsumfang: Qualitätsklassen nach ISO 8573-1, Lieferdruckbeständigkeit, Kondensatmanagement, Lecküberwachung.
Dampf/heißes Wasser
Kessel, Speisewasseraufbereitung, Kondensatrückführung, Sicherheitsarmaturen.
Leistungsumfang: Wasserchemie, Prüfung sicherheitsrelevanter Bauteile, Effizienz-/Blowdown-Management.
Wasser/Medien
Trinkwasser (DIN EN 1717/VDI 6023), Prozesswasser (Filtration/Entweichung/Umgekehrte Osmose), ultrareines Wasser/UHP.
Leistungsumfang: Qualitätsüberwachung (Leitfähigkeit, TOC, Keimzahl), Spül- und Desinfektionspläne, Rückflussprävention.
Industriegasen
Stickstoff, Sauerstoff, CO₂, Spezialgase; Lagerung, Verdampfer, Verteilung.
Leistungsumfang: Reinheit/Druckwartung, Entlüftung/Entleerung, ATEX/Sicherheitsbewertung, wo zutreffend.
Sicherheitstechnik
Brandalarmsysteme (DIN 14675), Sprachalarme, Sprinkleranlagen/Löschsysteme (DIN EN 12845/VdS), Blitzschutz (DIN EN 62305).
Leistungsumfang: Bedienerinspektion, Wartung, fachkundige Koordination, Fehlermanagement.
Förderband- und Hebetechnologie
Aufzüge, Kräne, Tore/Türen, Transportsysteme.
Leistungsumfang: ZÜS/Expertentests, funktionskritische Ersatzteile, Sicherheitskontrollen.
Systemgrenzen
Physikalische Grenze: Umschlagpunkt (Montage, Steckdose, Flansch), Steuerungsschrank/Auslass im UV-Bereich, Schott/Luftschleuse im Reinraum.
Funktionsgrenze: Einhaltung der angegebenen Ausgangs-/Leistungswerte (z. B. Druck/Temperatur/Qualität) am Umsteigepunkt, einschließlich Verifikation.
Datengrenze: Bereitstellung von Mess-/Alarmdaten von BMS/SCADA über definierte Schnittstellen; Schreibzugriff auf Produktionskontrollen nur durch MOC.
Asset-Kritikalität und -klassen
K1 (höchste Kritikalität; P1-Fehlfunktion) Direkter Einfluss auf Sicherheit/Produktschutz oder sofortige Produktionszeitpausen; Puffer mit niedriger Toleranz.
Beispiele: USV/NEA für kritische Lasten, Hauptkühlung für Prozesse, ultrareines Wasser/UHP, Reinraumzufuhr, zentrale Druckluftversorgung für Kernprozesse, BMA/SAA.
K2 (hoch; P1/P2) Erhebliche Auswirkungen auf Verfügbarkeit/Qualität, temporäre Workarounds möglich.
Beispiele: Sekundärkühlung/-verteilung, Vakuumversorgung, Belüftungszonen ohne Reinraumklassifizierung, sekundäre Stromverteilungen.
K3 (mittel; P2/P3) Begrenzter Einfluss, geplante Sanierung ohne Qualitätsrisiko.
Beispiele: Komfort-HVAC, nicht-kritische Förderbandtechnologie, administrative USV.
K4 (niedrig; P3/P4) Risikoarm, rein wirtschaftlich/komfortorientiert.
Beispiele: Außenanlagen, sekundäre Hilfssysteme ohne Prozessreferenz.
Die Kritikalität wird durch Sicherheitsrelevanz, Produktqualitätseffekt, Neustartzeit, Redundanzgrad und Austauschbarkeit bestimmt und jährlich oder ad hoc (MOC) überprüft.
Redundanzdefinitionen
N: keine Redundanz; Ein Scheitern führt zum Funktionsverlust.
N+1: Entwurf für Last mit einem zusätzlichen, ausfallkompensierenden Modul (LSM-Prinzip).
2N: vollständig redundante, unabhängige Systeme mit Lastübertragung ohne Leistungsverlust.
Betriebsmodi: aktiv/aktiv (Last Sharing), aktiv/passiv (heiß/warmer Standby), kalter Standby (manuelles Einschalten).
Zielkorridore (Richtwerte; werden standortspezifisch festgelegt)
K1: Lieferketten mit No-Break-Anforderungen (UPS/IT, Steuerung): 2N, Verfügbarkeit ≥99,99 % (monatlich), Umschaltzeit ≤10 ms.
Kontinuierliche Medien (Druckluft, Prozesskühlung, ultrareines Wasser): N+1 bis 2N, Verfügbarkeit ≥99,95 %, Umstellung ≤60 s oder ohne Qualitätsverlust.
K2: N+1, Verfügbarkeit ≥99,9 %, Umschalten ≤5 Min; Geplante Wartungsfenster mit der Produktionsveröffentlichung.
K3: N, Verfügbarkeit ≥99,5 %, Umstellung ≤30 Min; Wartung während der regulären Betriebszeiten.
K4: N, Verfügbarkeit ≥98,0 %; Die Wartung ist bedarfs- und fristorientiert.
Lebenssicherheitssysteme (BMA, SAA, Sprinkleranlagen, Blitzschutz)
Keine Verfügbarkeitsquote im SLA-Sinne, sondern "jederzeit funktionsfähig" gemäß den Bauschutzzielen; Tests und Wartung streng standardisiert; Fehler müssen sofort beseitigt und bei Bedarf gemeldet werden.
Schalt- und Testlogik
Periodische Redundanzänderungen (z. B. monatlich) und Notfallübungen (USV/Generator, Black-Building) zur Wirksamkeitsprüfung; dokumentierte Ergebnisse und gewonnene Erkenntnisse.
Management
24/7 Überwachungs-/Kontrollraum, Fehlerakzeptanz und -klassifizierung (P1–P4), Schalt- und Schaltbetrieb, Kapazitäts- und Lastmanagement (z. B. Kühler-Dispatch), Freigabesystem (PTW/LOTO), Notfall- und Eskalationsmanagement.
Instandhaltung
Tests nach Gesetz/Standard/Hersteller (BetrSichV/TRBS, DGUV, DIN/VDI), vorbeugende Wartung (zeit-/nutzungs-/zustandsbasiert), prädiktive Module (Zustandsüberwachung, Analyse), Kalibrierungen (rückverfolgbar), Reparaturen und Fehlerbehebung.
Ersatzteil- und Veralterungsmanagement
Mindestbevorratung für K1/K2 (kritische Komponenten, Verbrauchsgüter), Lieferkettenbewertung, Second-Source-Strategien, Modernisierungsroadmap.
Gemeinsame Verantwortung, klare Schnittstellen
Das Betriebsmodell des technischen Betriebsmanagements basiert auf geteilter Verantwortung zwischen dem Betreiber und den vertraglich beauftragten Dienstleistern.
Ziel ist es, rechtlich saubere Betreiberverantwortung mit leistungsorientierter Dienstleistungserbringung zu verbinden. Kernelemente sind:
Klare Aufgabenlayouts für Betrieb (Steuerung/Überwachung/Umschalten) und Wartung (Testen/Wartung/Reparatur),
schriftliche Aufgabenzuweisungen mit nachweisbarer Eignung,
leistungs- und leistungsbasierte Verträge (SLAs/KPIs),
auditsichere, datenbasierte Verifikation über BMS/SCADA und CMMS.
Aus organisatorischer Sicht lassen sich drei Beschaffungsmodelle unterscheiden:
Insourcing: Betrieb und Wartung, hauptsächlich intern; externe Sonderprüfungen/ZÜS.
Outsourcing: Dienstleistungsfokus des Dienstleisters; Kontroll- und Betreiberpflichten bleiben beim Betreiber.
Ko-Sourcing/Hybrid: Kontrollraum/Betrieb intern, präventive und prädiktive Wartung extern; kritische Schaltvorgänge durch interne SFK/autorisierte Schalter.
Betreiberpflichten im Betriebsmodell
Risikobewertung (ArbSchG/BetrSichV) für jede Anlage und Arbeitsgeräte, einschließlich Explosionsschutz- und Hygieneaspekte.
Organisation und Überwachung periodischer Inspektionen (TRBS 1201), Qualifikationsmanagement (TRBS 1203, VEFK/EFK, Kühlzertifikat, Trinkwasserhygiene).
Benennung der verantwortlichen Personen (Betreibervertreter, Anlagen-/Systemleiter), Festlegung von RACI- und Eskalationspfaden.
Sicherer Betrieb: Wechselanweisungen, SOPs, Notfall- und Evakuierungskonzepte, LOTO/PTW-Vorschriften.
Dokumentations-, Speicher- und Berichtspflichten (z. B. DGUV V3-Testzertifikate, BMA-/Sprinkler-Testberichte, 42. BImSchV-Benachrichtigungen).
Die Wartungsstrategie an der FM-Produktionsschnittstelle vereint Prävention, Zustandsdiagnostik und datenbasierte Prognose zu einem risikobasierten, prüfbaren Programm. Leitprinzipien:
Kritisch orientiert: Tiefe und Zeitpunkt folgen den Auswirkungen auf Sicherheit, Produktqualität, Verfügbarkeit und Neustartzeit.
Lebenszyklusorientiert: Konsequente Verknüpfung von Maßen über die Phasen "Inbetriebnahme – Betrieb – Optimierung – Obsoleszenz".
Konzentrieren Sie sich auf Leistung statt auf Aktivität: Output/SLA-Ziele (z. B. Verfügbarkeit, Medienqualität) bestimmen den Ressourceneinsatz.
Daten- und evidenzbasiert: Entscheidungen basieren auf gültigen Messketten; Verifizierungen sind auditsicher (GLT/SCADA/CMMS).
Wesentliche
Ein RCM/TPM-hybridisiertes, sensor- und datenbasiertes Wartungssystem kombiniert gesetzlich vorgeschriebene Inspektionen mit bedingten und prädiktiven Maßnahmen. Tiefe und Timing der Steuerung von Kritikalität, FMEA und Redundanzlogik; Gültige Messketten und GLT/SCADA–CMMS-Integration gewährleisten die Auditierbarkeit. Das Ergebnis ist eine höhere Verfügbarkeit und Qualität, wobei gleichzeitig gezielt Ressourcen eingesetzt werden.
SLAs definieren die vertraglich gesicherten Leistungs- und Qualitätsziele; KPIs messen die Erreichung ihrer Ziele transparent und auditierbar. Folgendes gilt für die FM-Fertigungsschnittstelle:
Output-/Leistungsfokus: Der am Übertragungspunkt (PoU) oder an der Systemleistung erreichte Zustand wird gemessen, nicht die Aktivität.
Einheiten- und Zeitklarheit: Definition von Messfenstern, Zeitzonen, Toleranzen/Hysterese, Aggregationsregeln.
Prüfbarkeit: Rückverfolgbare Datenquellen (GLT/SCADA/MES/CMMS), zeitsynchrone Zeitstempel, unveränderliche Protokolle und reproduzierbare Berechnungen.
Ziel und Auszeichnungsstrategie
Der Zweck der Vergabe- und Spezifikationslogik ist die rechtkonforme, leistungs- und leistungsbasierte Inbetriebnahme des technischen Betriebsmanagements und der Wartung an der FM-Produktionsschnittstelle. Der Fokus liegt auf messbaren Ergebnissen am Zeitpunkt der Übertragung (PoU), klaren Verantwortungsgrenzen, einer fairen Verteilung von Risiko und Haftung sowie einem objektivierbaren Beweiskatalog für Bieter.
Leitprinzipien:
Output/Leistung statt Aktivitäten: Die erforderlichen Bedingungen und Zielniveaus sind definiert, der Weg zu diesem Ziel liegt beim Auftragnehmer innerhalb der rechtlichen/normativen Leitplanken.
Messbarkeit und Auditierbarkeit: SLAs/KPIs mit Formeln, Datenquellen, Toleranzen/Hysterese, Zeitsynchronisation und Verifikationsformat.
RACI-Klarheit: klare Verteilung der Rollen zwischen Betreiber, Betreibervertreter, qualifizierten Personen, VEFK und Dienstleistern.
Eine leistungsbasierte Anforderungsspezifikation enthält für jedes Service-Element Folgendes:
Ausgangsdefinition am PoU: z. B. Druckluft 6,5 ±0,2 bar; ISO 8573-1 1.2.1; Verfügbarkeit ≥99,95 %. Reinraum: ISO-Klasse, Temperatur ±1 K, relative Luftfeuchtigkeit 40–60 %, Δp ≥X Pa.
KPI/SLA-Logik: Formel (z. B. A = 1 − tU/T), Messfenster (Nachfragezeit), Haltezeit/Hysterese, Datenquellen (GLT/SCADA/MES/CMMS) und Zeitbasis (NTP/PTP).
Reaktions-/Wiederherstellungsziele (P1-P4): Reaktionszeit, TTR, Eskalation und Pausenregeln (Wartungsfenster).
Test- und Verifikationsprogramm: rechtliche/normative Tests (BetrSichV/TRBS, DGUV, DIN/VDI), Kalibrierungskonzept (rückverfolgbar), Hygiene-/Qualitätszertifikate.
Schnittstellen und Sicherheit: Systemhandshakes (CMMS↔MES/ERP/GLT), Protokolle (OPC UA, BACnet, Modbus, REST), IEC 62443 Zonierung, Benutzer-/Rollenmodell.
Akzeptanz- und Testfälle: Inbetriebnahme-/Requalifikationsszenarien, Schaltübungen, Schwarzbau, funktionale/Leistungsverifikationen (mit Annahmekriterien).
In Scope (Beispiel, um standortspezifisch zu spezifizieren)
24/7 Leitraum/Servicedesk, Fehlermanagement (P1–P4), Schalt- und Schaltbetrieb gemäß SOP/VEFK.
Wartung/Inspektion/Tests gemäß Gesetz/Standard/Hersteller/RCM; Kalibrierungen; Hygieneprogramme (VDI 6022/6023, 2047-2).
Zustandsüberwachung/PdM (Sensoren, Analytik, Berichterstattung) und RCM/TPM-Methodik einschließlich PM-Optimierung.
CMMS-Betrieb, Datenpflege, SLA/KPI-Berichterstattung; CDE-konforme Dokumentation; MOC- und PTW/LOTO-Prozesse.
Ersatzteilmanagement (kritische Ersatzteile), Bereitschaftsdienste, Eskalation und Notfallmanagement.
Optional (alternative Positionen)
Vollwertiger Outsourcing-Kontrollraum; Energie- und EnPI-Optimierungsprogramm (ISO 50001); Digital-Zwilling/BIM-Update-Operation; Koordination über die Aufgaben des Bedieners hinweg (gegen zusätzliche Vergütung).
Vergabekriterien
Preis 40–50 %
Qualität/Technisches Konzept 40-50 %
Nachhaltigkeit/Energie/Innovation 5–10 %
Qualitätsunterkriterien (beurteilbar, mit Mindestanforderungen/Knockout-Kriterien):
Methodik für Betriebsmanagement/Wartung (RCM/TPM-Hybrid, CM und PdM-Konzept) – KO: fehlendes RCM/PdM-System.
SLA/KPI-Mess- und Verifikationslogik (Formeln, Datenquellen, Toleranzen, Berichte) – KO: fehlende Zeitsynchronisation/Proofing.
CMMS-Integration und Datenmodell (EN 81346 Tagging, verpflichtende Felder, API/OPC UA/BACnet/REST-Integration, Import COBie) – KO: keine API-Funktionalität.
HSE- und PTW/LOTO-Programm (Prozesse, Checklisten, Schulungen, Verifikationen) – KO: fehlende LOTO.
OT/IT-Sicherheitskonzept (IEC 62443-Orientierung, Patch-/Backup-/Identitätsmanagement).
Organisation/Team: Personalmatrix mit Qualifikationen (TRBS 1203, VEFK/EFK, VDI 6022/6023, Kühlung F-Gase, Druckanlagen), Bereitschaftsdienst, Ersatzregel.
Mobilisierung/Umstellung: 90-Tage-Plan (Asset Takeover, Baseline/As-Found-, Ersatzteilaufbau, schnelle Erfolge).
Energie-/Effizienzplan (EnPI, Druckluft-/Kühl-COP, Pipeline von Maßnahmen, Nachweis der Einsparungen).
Referenzen/Fallstudien: vergleichbare Anlagen (Automobil/Elektronik/Pharma), KPIs, Auditergebnisse.
Bewertungsmethodik und Vergabeverfahren
Formelle Prüfung: Vollständigkeit, Knockout-Kriterien (Sicherheit, Qualifikation, Schnittstellenfähigkeit).
Technische Bewertung: Bewertung von Matrizen mit Skalen (0–5) pro Unterkriterium und klaren Ankerbeispielen; Due-Diligence-Untersuchungen; Live-Demos (SLA-Dashboard/API).
Klärungsphase/BAFO: Q&A, Klärungen, bestes und endgültiges Angebot; Falls nötig, Pilot- oder Proof-of-Concept für kritische Schnittstellen.
Vertragsabschluss: Arbeitsbeschreibung mit SLA/KPI-Matrix, ICD, HSE/Sicherheitsanhängen, Governance (Ausschüsse/Eskalation), Bonus-/Malus-/Servicegutschriften, Vertraulichkeit/Datenschutz, Regeln für Subunternehmer, Übergangspläne für Ein- und Ausstieg.
Diese Informationen zeigen, wie technisches Betriebsmanagement an der Schnittstelle von Facility Management und Produktion rechtlich konform, messbar und effizient gestaltet werden kann. Zentrale Bausteine sind:
Ein klarer rechtlicher und standardisierter Rahmen (BetrSichV/TRBS, DGUV, ISO/VDI/EN, IEC 62443, ISO 50001), übersetzt in klare Betreiberpflichten, Prüfungslogik und Verifikation.
Eine widerstandsfähige Organisation mit schriftlich delegierten Aufgaben (Betreibervertreter, VEFK/EFK, qualifizierte Personen), RACI-Klarheit und effektivem externem Unternehmensmanagement.
Ein definierter Umfang von Vermögenswerten und Dienstleistungen bis zum Transferpunkt (PoU), kritischkeitsbasierte Anlageklassen (K1–K4) mit Redundanzzielen (N/N+1/2N).
Ein Betriebsmodell mit geteilter Verantwortung: Betrieb (Kontrolle/Überwachung) vs. Wartung (Kontrolle/Wartung/Reparatur), rechtlich sicher abgegrenzt und auditsicher über BMS/SCADA und CMMS dokumentiert.
Eine Wartungsstrategie als RCM/TPM-Hybrid mit präventiven, zustandsbezogenen und prädiktiven Elementen (Zustandsüberwachung, Analytik), verknüpft mit FMEA/Kritikalität.
24/7-Betriebs- und Servicefensterlogik, P1-P4-Jamming-Klassen mit Zielzeiten, Eskalation und HSE-Integration (LOTO/PTW, MOC).
Ausgabe-/leistungsbasierte SLAs/KPIs mit klaren Formeln, Messfenstern und Toleranzen; Spezifikationen für Räume/Medien, die am PoU prüfbar sind.
Standardisierte System- und Prozessschnittstellen (CMMS/GLT/SCADA/MES/ERP/LIMS, OPC UA/BACnet/REST) mit Zeitsynchronisation und Sicherheit durch Design.
HSE- und Compliance-Programme mit risikobasierten Test- und Reinigungsplänen sowie regulatorischen Nachweisen.
Standort- und Redundanzkonzepte mit geübtem Schalten und Schwarzbau-Tests.
Eine Vergabe- und Spezifikationslogik, die Output, Messbarkeit sowie Risiko/Haftungsabgrenzung in einen prüfbaren Vertrag übersetzt.
Best Practices zeigen: PoU-Messung, Bohrungen und Datenintegration erhöhen Verfügbarkeit, Qualität und Energieeffizienz erheblich.
Konkrete Empfehlungen für Maßnahmen zur Ausschreibung
Leistungsprofil: Ausgabe-/Leistungsspezifikation im PoU, SLA/KPI-Handbuch mit Formeln, Messfenstern, Toleranzen/Hysterese- und Pauseregeln.
Anwendungsmatrix: Physische/funktionale/datenbezogene Transferpunkte, RACI, Betreiberverpflichtungen vs. Dienstleistungen des Auftragnehmers, Schnittstellen und Sicherheitsanforderungen (IEC 62443).
Katalog der Beweise: Methodenaussagen (Betrieb, Fehler, RCM/TPM, PdM, MOC, PTW/LOTO), CMMS/INTERFACE-KONZEPT, Qualifikationsnachweis und Zertifikat, Mobilisierungsplan (90 Tage), Musterberichte.
Scoring-Logik: Bewertung mit KO-Kriterien (z. B. fehlende LOTO-/Schnittstellenfähigkeit), Bonus/Malus/Service-Guthaben auf Kernmetriken (Verfügbarkeit K1, P1-TTR, FTF, EnPIs).
Akzeptanz: definierte Testfälle (schwarzes Gebäude, UPS/NEA, Schaltübungen, Reinraum-Requalifikation, PoU-Qualitätszertifikate).
Konkrete Handlungsempfehlungen
Governance: Betreibervertreter ernennen, VEFK/qualifizierte Personen ernennen, RACI bindend machen; Einrichtung von Ausschlägen (Performance, MOC, HSE-Vorstand).
Datengrundlage: Standardisieren Sie EN 81346-Tagging; CMMS als Asset Master, CDE gemäß ISO 19650; Zeitsynchronisation (NTP/PTP), WORM-Archiv.
Messkultur: PoU-Sensortechnologie mit Kalibrierungsprogramm; OOS/OoT-Regeln, Alarm-/Aktionslevel, Hysterese/Wartezeiten; KPI-Dashboards mit Drill-Down.
Wartung: RCM/FMEA-Workshops für K1/K2, PM-Optimierung, CM/PdM-Pilotprojekt pro Asset-Familie; Ersatzteil- und Veralterungsstrategie für K1/K2.
HSE/Compliance: PTW/LOTO konsistent, GBU aktuell, Hygiene/42. BImSchV-Programme nahtlos; Audit-Readiness Dashboards.
Redundanz/Bohrungen: Jahrestestplan (UPS/NEA/Black-Building, A/B-Schalter, Desinfektion/Spülungen), Lock-Step-Wartung.
Integration: CMMS MES-Handshakes (Sperren/Freigaben, Zeiten der Stillzeit); Alarm-→Ticket-Automatisierung; Sicherheitsverhärtung (Zonen/Leitungen, MFA, Backups).
